20.08.2026-26.08.2026

[1] Einige Tools, Karten und andere Dinge, die von der französischen OpenStreetMap-Community stammen | © Jean Luis Zimmermann | Kartendaten © von den OpenStreetMap-Mitwirkenden.
Mapping
- Anfang August wurde Version 7.1.0 des iD-Tagging-Schemas veröffentlicht – und bringt neue Funktionen für iD, GoMap!!, EveryDoor und andere Editoren. Sie enthält mehrere neue Voreinstellungen (zum Beispiel für „Rooftop Solar Thermal Collector“ und
building=tent), kennzeichnet einige Felder als „openinghours-ähnlich“, bietet neue Werte in Feldern wiecuisinesowie einige regionalspezifische Anpassungen und viele verbesserte Symbole, behebt Fehler in den Zielfeldern und verhindert, dass Übersetzer an vielen Stellen denselben Text zweimal übersetzen müssen. Außerdem gibt es eine bessere Dokumentation, eine optimierte Repository-Struktur und viele weitere Verbesserungen.
Community
- In einer Umfrage von Mateusz Konieczny wird gefragt, welche Verbesserungen an den iD-Voreinstellungen besonders gewünscht sind.
- Sven Geggus hat darüber gesprochen, wie man Daten von Nomady – einem Airbnb-ähnlichen Buchungsportal für kleine private Campingplätze – in OpenStreetMap und OpenCampingMap integrieren kann.
- Rphyrin bereitet sich auf die bevorstehende „State of the Map 2026“ vor, die vom 28. bis 30. August 2026 in Paris und online stattfindet.
OpenStreetMap Foundation
- Die OpenStreetMap Foundation gibt bekannt, dass die Proton AG nach zwei Spenden in den letzten zwei Jahren in Höhe von insgesamt rund 70.000 € als Platin-Firmenmitglied anerkannt wurde.
Local chapter news
- FOSSGIS hat mitgeteilt, dass für die FOSSGIS-Konferenz 2028 ein Veranstaltungsort gesucht wird. Interessierte können bis zum 16. Oktober 2026 per E-Mail Bewerbungen für die Ausrichtung der FOSSGIS 2028 einreichen. Auch Interessenbekundungen für die Ausrichtung zukünftiger Veranstaltungen, wie beispielsweise der FOSSGIS 2029 oder der FOSSGIS 2030, sind willkommen.
- OpenStreetMap US hat bekannt gegeben, dass das Projekt „OldInsuranceMaps“ nun neben „YouthMappers“, „Yesterdays“ und „OpenHistoricalMap“ zu den OSM-US-Charter-Projekten gehört.
Veranstaltungen
- [1] Du kannst Dir die Seite mit den tollen Postern ansehen, die auf der State of the Map 2026 präsentiert werden.
OSM research
- Radim Štampach und Kollegen haben die Leistung der fAIr-Kartierungsumgebung im Vergleich zur manuellen Kartierung in JOSM untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass fAIr den Leistungsunterschied zwischen unerfahrenen und erfahrenen Mitwirkenden verringert, dabei jedoch KI-bedingte Fehler verursacht, während die manuelle Kartierung in JOSM insgesamt schneller und genauer ist.
Karten
- Mobi Mapr hat ein visuelles Dashboard entwickelt, um die Erreichbarkeit von Eisdielen in Deutschland anhand von OpenStreetMap-Daten zu analysieren.
OSM in Aktion
- OK Lab Flensburg hat „Open City Planner“ erstellt, eine interaktive GIS-Anwendung zur Stadtplanung für die Flensburger Innenstadt, die auf OpenStreetMap-Daten basiert.
Programme
- Der Prototype Fund bietet eine neue Förderlinie an, die sich an junge Einzelentwickler oder kleine Teams mit Wohnsitz in Deutschland oder Europa richtet und deren Schwerpunkt auf Open-Source-Software-Infrastruktur oder Datensicherheit liegt.
- Stadia Maps hat seine Initiative zur grundlegenden Überarbeitung der Kartografie erläutert. Dabei nennt Stadia Maps einige Details zu der kürzlich erfolgten Überarbeitung der Beschriftung von Gewässernamen.
Programmierung
- Yassa9 erklärt, wie man ein Foto mithilfe von OpenStreetMap-Daten, Geometrieanalyse und CUDA-GPU-Programmierung geolokalisiert.
Wusstest Du, dass …
- … der Valhalla-Router durch Fußgängerzonen leiten kann? OSRM folgt diesem Beispiel, nachdem der im Mai 2025 eingereichter Pull-Request kürzlich zusammengeführt wurde.
- … Fahrrad die deutsche Radfahr-Community auf Reddit dazu aufgerufen hat, die Datenqualität von Komoot, Strava und Bikerouter zu verbessern, indem sie über die StreetComplete-App Beiträge zu OpenStreetMap leisten?
- … es im OSM-Wiki eine Diskussion darüber gibt, den Mond nach denselben Prinzipien wie bei OpenStreetMap zu kartieren?
OSM in der Presse
- Ivan Nechaev von „Georgia Today“ berichtet, dass die georgische OpenStreetMap-Community online mit Luftbildern aus dem Jahr 2025 der Nationalen Behörde für das öffentliche Register gearbeitet hat, um Gebäude zu erfassen, Straßen zu überprüfen und Adressen in Ambrolauri (Westgeorgien) und der Umgebung hinzuzufügen.
Weitere Themen mit Geo-Bezug
- Iconoclasistas blickt auf 20 Jahre Engagement im Bereich der partizipativen Kartierung zurück.
- „Vom Keller eines belgischen Museums bis zu den kongolesischen Minen: Die Bedeutung der geologischen Archive der DR Kongo“ berichtet über die Digitalisierung von Dokumenten (darunter Karten und Fotos) im Zusammenhang mit der historischen Mineralexploration in der DR Kongo. Früher standen die Dokumente nur Forschern auf Anfrage zur Verfügung; durch die Digitalisierung soll nun der Zugang zu den im AfricaMuseum archivierten Unterlagen verbessert werden, so François Kervyn, Geologe und Leiter der Abteilung für Geowissenschaften des Museums.
- Shachar Maidenbaum hat eine Studie veröffentlicht, in der analysiert wird, wie sich Israels militärische GPS-Spoofing-Taktiken auf die Menschen vor Ort auswirken. Die Folgen reichen von Störungen bei Navigations-Apps über Lebensmittellieferungen, die ins Ausland umgeleitet werden, bis hin zu Nutzern von Dating-Apps, die mit Menschen jenseits der Grenze gematcht werden.
- Jennifer Ouellette von Ars Technica berichtet, dass japanische Forscher das „muometric positioning system“ (muPS) entwickelt haben, eine Alternative zu GPS, die statt Funksignalen Myonen aus kosmischer Strahlung nutzt. Myonen sind hochdurchdringende, geladene Teilchen, die ständig aus verschiedenen Richtungen auf die Erdoberfläche treffen. Indem synchronisierte Myonendetektoren an mehreren Standorten aufgestellt werden und die Zeitpunkte sowie Richtungen derselben Myonen verglichen werden, die diese passieren, kann das System deren relative Positionen bestimmen. Das könnte eine Ortung unter der Erde, in Innenräumen und unter Wasser ermöglichen – also dort, wo GPS-Signale nicht richtig durchdringen können.
- Der NDR berichtet, dass Laura Hantschel, Lukas Hort, Annika Neumann und Clara Mülle von „Pipapo Games“ während ihres Studiums „MapMap“ entwickelt haben, ein Rätselspiel rund um das Thema Kartografie. Die Gaming-Community hat begeistert auf die Veröffentlichung reagiert und dabei einen plötzlich aufkommenden Trend zu Spielen mit Kartografie-Thematik festgestellt. Sie nannten ein weiteres aktuelles Beispiel: „Beware of the Cartographer“, bei dem es darum geht, ein geheimnisvolles Land während der Aufklärung zu kartografieren, Grenzen zwischen zwei verfeindeten Königreichen zu ziehen, die Einheimischen zu treffen und deren Forderungen mit den Anforderungen der Mission in Einklang zu bringen.
- Duan Yuanqiang und andere haben auf Zenodo.org den Datensatz „S2Coast-2023“ (Version 3) aktualisiert – den ersten globalen Küstenlinien-Datensatz mit einer Auflösung von 10 Metern, der aus verbesserten Sentinel-2-Kompositbildern abgeleitet wurde und unter der CC-BY 4.0 International-Lizenz steht. Er enthält Polylinien- und Polygon-Objekte, modellierte Gezeitendaten für einige Orte sowie Beispiele für Küstenabschnitte. Zur Validierung wurde der OSM-Küstenliniendatensatz verwendet. Der Artikel wurde in der Fachzeitschrift „Remote Sensing of Environment“ veröffentlicht.
- Jules Rumeau hat Scopus entwickelt
, einen HD-LiDAR-Viewer, der auf IGN-Daten basiert und komplett im Browser läuft. Für ein bestimmtes Gebiet berechnet das Tool das unter der Vegetation verborgene Gelände und zeigt es nebeneinander mit Luftbildern an. Eingesunkene Wege, niedrige Steinmauern, verfallene Hütten und andere Merkmale, die auf Standardbildern von Bäumen verdeckt sind, werden innerhalb von Sekunden sichtbar.
Wochenvorschau
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Diese Wochennotiz wurde erstellt von MatthiasMatthias, Raquel Dezidério Souto, Strubbl, Andrew Davidson, derFred, mcliquid.
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